Vom Gärtnern in einem schattigen Garten

Mittwoch, 23. April 2014

Das Gemüsebeet wird bepflanzt

Das Gemüsebeet ist vorbereitet, da wir einen recht tonigen Boden haben, wird in das Beet noch etwas Pflanzerde eingearbeitet werden, um den Boden zu verbessern.

Und jetzt kommt die Frage, was genau wird gepflanzt. Gesetzt sind Tomaten (die Sämlinge stehen schon auf der Fensterbank), Physalis (zwei Stecklinge von letztem Jahr entwickeln sich prächtig) und Chili (leider mag der Samen dieses Jahr nicht keimen, ich habe aber zumindest eine überwinterte Pflanze), aber was noch? Die freien Minuten der vergangenen Woche wurden den Gartenbüchern der heimischen Bibliothek und der Internetrecherche gewidmet: Fruchtfolge, Pflanzenfamilie, Schwachzehrer und Starkzehrer, Hauptkultur, Vor- und Nachkultur, Mischkultur, …

Schnell wird klar, eine vernünftige Fruchtfolge in vier oder gar fünf Abschnitten des Beets ist bei der Größe nicht sinnvoll, das andere Extrem, jedes Jahr nur Pflanzen einer Familie (Doldenblütler, Nachtschattenpflanzen, Schmetterlingsblütler, … ) zu langweilig. Außerdem scheinen sich auch die Pflanzen einer Familie nicht immer zu vertragen.

Die Angaben in der Literatur, welche Pflanze mit welcher gut harmoniert sind auch noch teilweise widersprüchlich, in manchen Quellen wird angegeben, dass viele der regelmäßig genannten positiven Kombinationen in wissenschaftlichen Untersuchungen sich gar nicht bestätigen lassen.
Da werden wir wohl unsere eigenen Erfahrungen sammeln müssen. Angestrebt wird nun eine Mischkultur und in wie weit wir Fruchtwechselregeln befolgen werden, entscheiden wir dann im kommenden Jahr, vielleicht wird das Beet auch wieder mit Stauden und Sträuchern bepflanzt, wenn sich mit dem Gemüse kein Erfolg einstellt.

Vor der finalen Entscheidung für die Bepflanzung habe ich nochmal in die Samenkiste geschaut, was da noch so schlummert.

Nach einigen Skizzen auf Papier, ist eine Entscheidung gefallen: Von links nach rechts, soll das Beet nun mit dem folgenden Gemüse bepflanzt werden:


  • Zucchini (vor den Liebstöckel) – die Zucchini darf dann nach links hinten weiter wachsen, da sind jetzt noch ein paar Maiglöckchen, die sich im Sommer zurückgezogen haben werden.
  • Lauchzwiebel (eine Reihe) – weil wir die immer wieder beim Kochen verwenden, aber ein Bund oft nicht aufgebraucht wird, was ist da besser, als die Lauchzwiebeln bei Bedarf frisch zu ernten. 
  • Erdbeeren (eine Reihe, vier Pflanzen) – zwar kein Gemüse, aber trotzdem nett, gerade für unseren Juniorgärnter
  • Radieschen (eine Reihe) – angeblich unkompliziert, geringer Platzbedarf und schnell wieder geerntet.
  • Tomaten (2 Pflanzen in Reihe)– die Sämlinge warten schon im Haus, evtl. hat in der Reihe noch die Chili Platz.
  • Buschbohnen (2 bis 4 Horste) - mal sehen was daraus wird
  • Staudensellerie (eine Reihe) – auch hier verwenden wir gerne nur ein paar Stängel frisch geerntet
  • Rucola (eine Reihe)  – da habe ich noch Samenpäckchen gefunden, mal sehen, ob die noch keimen
  • Asiatische Salate (je eine Reihe) - ‚Mustard Red Giant‘ und ‚Misome‘, auch dazu gab es noch Saatbänder in der Samenkiste. 
  • Physalis – zwei Pflanzen werden hinten am Zaun als Spalier gezogen.

Das könnte zwar etwas eng werden, wenn alles keimt, aber da das Saatgut teilweise älter ist, könnten einzelne Reihen auch komplett leer bleiben, dann muss ich mir eben noch was anderes einfallen lassen. Vielleicht mal Kartoffeln, mehr Bohnen, …

Das Gemüsebeet wird bepflanzt: links hinten der Liebstöckel, die Reihe Erdbeeren und die Reihe Staudensellerie sind schon gepflanzt. 
Hilfreiche Links zum Thema:
Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau
Giftzwerg.ch

Montag, 14. April 2014

Ein Gemüsebeet

Ein Gemüsebeet soll im Hinterhofgarten entstehen. In den vergangenen Jahren hatten wir nie ein extra Gemüsebeet in unserem Gärtchen. Der Schwerpunkt liegt ja eher auf Ziersträucher, StaudenObststräucher, Kräuter und Kübelpflanzen. Aber wir habe immer wieder mit diversen Gemüsepflanzen experimentiert – mit wechselhaftem Erfolg. Das Gemüse wurde zumeist in großen Töpfen gezogen. Am erfolgreichsten waren die Chilies, Tomaten schossen bisher immer sehr in die Höhe, vermutlich um dem Schatten zu entkommen, was dann zu  einem recht großen Abstand zwischen den Blütenrispen und entsprechend wenig Fruchtbehang führte. Auch Zucchini hatten wir mal vor vielen Jahren, das war vor allem bei den jungen Pflanzen immer ein Kampf mit den Nacktschnecken. Auch Staudensellerie und Rucola  wurde mal gesät, ohne großen Erfolg.

Mit diesen Erfahrungen haben wir uns in den letzten Jahren auf ein paar Chili-Pflanzen in Töpfen beschränkt.

Jetzt kommt der Sinneswandel und ich will dem Gemüse nochmal eine Chance geben. Aus mehreren Gründen:

  • Da vor ca. eineinhalb Jahren im westlichen Nachbargarten eine große Bergulme stark zurückgeschnitten wurde, haben wir etwas mehr Sonne in den Nachmittagsstunden und damit sicherlich bessere Voraussetzungen für das Gemüse und schlechtere für dir Nacktschnecken. 
  • Es gibt einen Abschnitt im Garten, der uns nicht mehr so recht gefällt, er ist überwuchert von Taglilien, mit viel Laub und nur wenigen Blüten. Dieser soll neu bepflanzt werden.
  • Unser Juniorgärtner soll erleben, wo das Gemüse herkommt.
  • Manche Produkte aus dem Gemüsegarten werden auf dem Wochenmarkt und Supermarkt selten oder nie angeboten, wie z.B. Zucchini-Blüten, die gefüllt - optisch wie auch geschmacklich - ordentlich was hergeben auf dem Teller.
  • Letztendlich gab es vor ein paar Wochen einen schönen Artikel in der Sonntags-FAZ zum Gemüsegarten, der mich inspiriert und motiviert hat.

Welches Gemüse gepflanzt werden soll, ist noch nicht ganz klar: Tomaten, Chilis (um weniger Töpfe zu haben), Zucchini (wegen der Blüten), Physalis (ebenfalls um weniger Töpfe zu haben), Bohnen, vielleicht noch Radieschen, … Ich sehe schon, das könnte ganz schön eng werden auf dem kleinen Gartenabschnitt, der kaum zwei Quadratmeter ausmachen dürfte.

Also zunächst muss zum Spaten gegriffen werden, die Taglilien und anderen Pflanzen auf dem Abschnitt müssen raus.

Hier soll demnächst Gemüse wachsen, dazu müssen die Taglilien raus, die Christrose und andere Pflanzen sollen versetzt werden.


Das Beet ist gerodet, hinten links steht der Liebstöckel, der darf da bleiben.
Und in den nächsten Tagen geht's nun an die konkrete Planung der Bepflanzung des Gemüsebeets.


Sonntag, 13. April 2014

Apfelblüte

Der Apfelbaum in Säulenform blüht dieses Jahr wunderbar, das lässt auf eine leckere Ernte hoffen. Zwischenzeitlich hat der Baum zur Alternanz geneigt und auch mal ein Jahr nicht geblüht. 2012 und 2013 jedoch hat er geblüht und auch Früchte getragen und auch für dieses Jahr sieht das ganz gut aus. Es handelt sich übrigens um die Sorte 'Red River'.

Blühender Apfelbaum 'Red River' in Säulenform 

Fleißige Hummeln und Bienen lassen auf eine reichliche Ernte hoffen

Dienstag, 8. April 2014

Überlebenswille, Teil 2

Vor dreieinhalb Jahren habe ich Zwiebeln der Schachbrettblume gepflanzt. Im folgenden Frühjahr haben sich dann etliche filigrane Blüten gezeigt. Im folge Jahr gab es dann kaum noch Blüten - so weit ich mich entsinne . Im letzten Jahr war schließlich keine einzige Blüte mehr zu sehen, nur noch ein paar dünne grüne Stängel. Die Überraschung war dieser Tage groß, als sich zumindest eine Blüte der Schachbrettblume öffnete, und die schon verschwunden geglaubt Art nun wieder den Hinterhofgarten schmückt.

Schachbrettblume (Fritillaria meleagris)

Montag, 24. März 2014

Frühling 2014

Dieser Winter war mild und der März glänzte bereits mit Temperaturen von über 20°C! Nun ist es gerade etwas kühler, und das ist wohl auch ganz gut so, die Pflanzen werden etwas gebremst. Früh wie selten treiben die Pflanzen im Hinterhofgarten aus, letztes Jahr um die Zeit lag noch Schnee und vom Frühling war keine Spur zu sehen, Geduld war gefragt. Dieses Jahr Ende März blüht bereits das Tränende Herz, ebenso die Stachelbeere und beim Nachbarn fangen die Kirschen an zu blühen. Die Kletterhortensie entfaltet Ihre Blütenknospen und auch schon der Kiwistrauch zeigt das erste Grün, so früh im Jahr war dies noch selten zu beobachten. Und sogar bei der Feige scheinen sich bereits die Knospen zu öffnen. Und gerade der frühe Austrieb von Kiwi und Feige macht mir Sorgen, würde doch eine späte Frostperiode die Pflanzen erheblich schädigen. Bleibt ein starker Frosteinbruch aus, bietet der frühe Austrieb der Feige freilich die Chance, dass die gesamte zweite Ernte zum Ende des Sommers noch ausreift, meist gibt es da nur noch eine Handvoll süßer Feigen.

Der Winter war bei uns übrigens so mild, dass eine an sich frostempfindliche „Zimmerazalee“ (Rhododendron simsii) den gesamten Winter im Freien verbracht hat und nun schön blüht.

Narzissen in voller Blüte (März 2014)


Sonntag, 9. Februar 2014

Der Winter fällt aus

Der Winter 2013/14 zeigt sich ungewöhnlich mild. Bisher hatten wir lediglich leichte Nachtfröste, eine richtige Frostperiode, wie in den meisten Wintern, ist bisher ausgeblieben und auch der Wetterausblick bis Mitte Februar zeigt eher milde Temperaturen: nachts leichter Frost, tagsüber bis fast 10°C. Mal sehen was noch kommt. Die Pflanzen jedenfalls drücken raus aus dem Boden: Christrosen, Schneeglöckchen, Winterlinge und auch schon die Krokuse blühen. Gerade die Krokusse öffnen ihre Blüten in manchen Jahren erst im März, so zum Beispiel 2009, 20102012. und 2013, als besonders viel Geduld gefragt war. Aber es ist auch nicht ungewöhlich, dass jetzt schon Einiges blüht, auch 2008 gab es nach einem milden Januar frühe Frühlingsboten.

Und dass bei solch einem milden Winter schon die Narzissen und Hyazinthen ihre grünen Spitzen zeigen ist kaum überraschend, überraschender ist da schon, dass auch schon etwas von den Pfingstrosen und Tränenden Herzen zu sehen ist.

Dieser Winter war übrigens so mild, dass wir Mitte Januar die Calibrachoa (Millionbells, Zauberglöckchen) mit ihrem immer noch grünen Laub reingeholt haben und versuchen werden die Pflanze zu überwintern.

Frühe Krokusse...

...und voll geöffnete Schneeglöckchen.


Die gelben Winterlinge

Montag, 11. November 2013

Umzug ins Winterquartier

Es ist Mitte November und es gibt die ersten Schneefälle auch schon in tieferen Lagen, Zeit die frostempfindlichen Pflanzen ins Winterquartier umzuziehen. Die erste Hälfte der Topf- und Kübelpflanzen haben wir am Samstag reingestellt, der Rest folgt in den kommenden Tagen.

Viele Pflanzen wie Fuchsien, Zitrone und Grapefruit, Oleander usw. werden vor dem Umzug zurückgeschnitten, was mehrere Vorteile bietet: erstens der Transport ist einfacher, zweitens das Laub und damit die Verdunstungsfläche wird reduziert und damit auch das Problem zu hoher Feuchtigkeit im Winterquartier und drittens manche Pflanzen wie Fuchsien können so schlichtweg zuverlässiger überwintert werden. Der Jasmin Solanum wird ganz radikal bis auf den Stamm zurückgeschnitten.

Frostempfindliche Zwiebel- und Knollenpflanzen wie Begonie und Zantedeschia (Calla) müssen im Haus noch ihr Laub einziehen, soweit dies noch nicht geschehen ist. Ist das Laub welk, kann es entfernt werden. Im kommenden Frühjahr werden die Zwiebeln und Knollen dann in frische Erde gepflanzt.

Die meisten Kräuter sind winterhart und bleiben im Garten, bei den frostempfindlichen Kräutern bietet sich nun die letzte Möglichkeit zum Ernten. So wurden zum Abschluss des Wochenendes dann die Basilikumpflanzen (fast) komplett abgeerntet und direkt zu frischem Walnusspesto verarbeitet, dazu gab es selbstgemachte Gnocchi.