Vom Gärtnern in einem schattigen Garten

Samstag, 27. Dezember 2014

Herbstlicher Gruß zu Weihnachten

Zu Weihnachten 2014 gibt sich der Hinterhofgarten noch herbstlich, bis jetzt gab es noch keinen ordentlichen Frost. Das wird sich in den nächsten Tagen ändern. Es ist Schnee und Dauerfrost angesagt mit Nachttemperaturen im zweistelligen Minusbereich!

Gerade rechtzeitig haben wir noch Reisig verteilt, um die empfindlicheren Pflanzen zu schützen.

Einige Hortensienblütenbälle leuchten zu Weihnachten noch in herbstlichen Farben.

Samstag, 29. November 2014

Überwintern

Spät wie selten habe ich dieses Jahr am ersten Adventswochenende die nicht-winterharten Kübelpflanzen ins Winterquartier umgezogen.
Der Herbst war bei uns in der Stadt bisher frostfrei. Viele Sträucher haben jetzt noch grüne Blätter, doch für die kommenden Nächte sind die ersten Fröste vorhergesagt.
Und Reisig, um Pflanzen abzudecken, liegt schon bereit.

Montag, 17. November 2014

Herbstblüten

Wir haben Ende November und bei unserem Wardii-Rhododendron ('Brasilia') öffnen sich die ersten Blüten! Wir hatten diese schon im Dezember 2011 erlebt. Dass sich bei der nicht-winterharten Azalee (Rhododendron simsii) die Blüten im Winterhalbjahr zeigen ist hingegen normal.

Bei Rhododendron simsii ist die Blüte im Winter normal...

...ganz anders beim Rhododendron wardi


Sonntag, 2. November 2014

Kiwiernte und noch ein paar Feigen

Je nach Witterung werden die Kiwis zwischen Ende Oktober und Mitte November geerntet. Auf jeden Fall müssen die Kiwis in Deutschland vor dem ersten Frost noch etwas unreif gepflückt werden. Genussreif sind sie dann allerdings noch nicht, sie müssen noch mindestens zwei Wochen im Haus nachreifen. Lagert man die noch harten Kiwis kühl, nimmt man immer gerade so viel, wie man in den kommenden Tagen benötigt in die warme Küche. Fühlen sich die Kiwis nicht mehr hart an, können sie gegessen werden. So kann man wochenlang seine eigenen Kiwis genießen.

Kiwis aus Deutschland!

Die Ernte war dieses Jahr nicht so reichlich wie im vergangenen Jahr, was vermutlich am starken Rückschnitt im vergangenen Winter liegt. Ein paar Kilo sind des dennoch.

Und obendrein gab es am Wochenende noch ein Körbchen voll Feigen, die zweite Feigenernte war dieses Jahr nun wirklich sehr erfolgreich.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Feigen

Die erste Feigenernte des Jahres im Juli ist quasi ausgefallen, im Gegensatz zu den letzten Jahren gab es da nur ein paar Früchte, viele wurden unreif vom Baum abgeworfen, und was reif wurde, haben uns Vögel, Wespen und Ameisen weggefuttert. Die warme Witterung ab Mitte September und vor allem im Oktober hat nun viele Feigen der zweiten Ernte ausreifen lassen. An diesem sommerlich warmen Sonntag gab es nochmal süße, aromatische Feigen satt. Für die kommenden Tage ist ein Temperatursturz vorhergesagt, ob es danach nochmal warm genug wird für ein paar weitere Feigen ist ungewiss. Wie jedes Jahr wird unser Feigenbaum wohl auch dieses Jahr mit einigen unreifen Feigen in den Winter gehen.

Donnerstag, 11. September 2014

Ernte

Ich war diesen Sommer ja sehr schreibfaul, der letzte Beitrag ist aus dem April!

Diese Wochen sind die Äpfel reif. Unser Säulenapfel der Sorte Red River trägt dieses Jahr ganz schön viele Äpfel für so einen schlanken Baum, es sind wohl knapp 40. Die Äpfel schmecken nicht nur lecker, sie sehen auch noch wie gemalt aus!

Reife schmackhafte Äpfel der Sorte Red River

Das Gemüsebeet hat ein paar Tomaten hervorgebracht, interessanterweise war an unserem schwierigen Standort der Sämling aus dem gekauften Tomaten entnommene Samen der ergiebigste.

Ein paar Tomaten aus dem Hinterhofgarten

Die Staudensellerie sehen auch nicht schlecht aus, die Stängel sind etwas dünn, das macht aber nichts. Wir ernten die Staudensellerie portionsweise für Schmorgerichte und Pasta-Sauce.

Staudensellerie

Unsere Zucchini wurde nur im extra Kübel etwas, die im Beet ist einfach nur mickrig. Und die Erdbeeren haben den Schnecken geschmeckt, für uns gab es keine einzige.

Mittwoch, 23. April 2014

Das Gemüsebeet wird bepflanzt

Das Gemüsebeet ist vorbereitet, da wir einen recht tonigen Boden haben, wird in das Beet noch etwas Pflanzerde eingearbeitet werden, um den Boden zu verbessern.

Und jetzt kommt die Frage, was genau wird gepflanzt. Gesetzt sind Tomaten (die Sämlinge stehen schon auf der Fensterbank), Physalis (zwei Stecklinge von letztem Jahr entwickeln sich prächtig) und Chili (leider mag der Samen dieses Jahr nicht keimen, ich habe aber zumindest eine überwinterte Pflanze), aber was noch? Die freien Minuten der vergangenen Woche wurden den Gartenbüchern der heimischen Bibliothek und der Internetrecherche gewidmet: Fruchtfolge, Pflanzenfamilie, Schwachzehrer und Starkzehrer, Hauptkultur, Vor- und Nachkultur, Mischkultur, …

Schnell wird klar, eine vernünftige Fruchtfolge in vier oder gar fünf Abschnitten des Beets ist bei der Größe nicht sinnvoll, das andere Extrem, jedes Jahr nur Pflanzen einer Familie (Doldenblütler, Nachtschattenpflanzen, Schmetterlingsblütler, … ) zu langweilig. Außerdem scheinen sich auch die Pflanzen einer Familie nicht immer zu vertragen.

Die Angaben in der Literatur, welche Pflanze mit welcher gut harmoniert sind auch noch teilweise widersprüchlich, in manchen Quellen wird angegeben, dass viele der regelmäßig genannten positiven Kombinationen in wissenschaftlichen Untersuchungen sich gar nicht bestätigen lassen.
Da werden wir wohl unsere eigenen Erfahrungen sammeln müssen. Angestrebt wird nun eine Mischkultur und in wie weit wir Fruchtwechselregeln befolgen werden, entscheiden wir dann im kommenden Jahr, vielleicht wird das Beet auch wieder mit Stauden und Sträuchern bepflanzt, wenn sich mit dem Gemüse kein Erfolg einstellt.

Vor der finalen Entscheidung für die Bepflanzung habe ich nochmal in die Samenkiste geschaut, was da noch so schlummert.

Nach einigen Skizzen auf Papier, ist eine Entscheidung gefallen: Von links nach rechts, soll das Beet nun mit dem folgenden Gemüse bepflanzt werden:


  • Zucchini (vor den Liebstöckel) – die Zucchini darf dann nach links hinten weiter wachsen, da sind jetzt noch ein paar Maiglöckchen, die sich im Sommer zurückgezogen haben werden.
  • Lauchzwiebel (eine Reihe) – weil wir die immer wieder beim Kochen verwenden, aber ein Bund oft nicht aufgebraucht wird, was ist da besser, als die Lauchzwiebeln bei Bedarf frisch zu ernten. 
  • Erdbeeren (eine Reihe, vier Pflanzen) – zwar kein Gemüse, aber trotzdem nett, gerade für unseren Juniorgärnter
  • Radieschen (eine Reihe) – angeblich unkompliziert, geringer Platzbedarf und schnell wieder geerntet.
  • Tomaten (2 Pflanzen in Reihe)– die Sämlinge warten schon im Haus, evtl. hat in der Reihe noch die Chili Platz.
  • Buschbohnen (2 bis 4 Horste) - mal sehen was daraus wird
  • Staudensellerie (eine Reihe) – auch hier verwenden wir gerne nur ein paar Stängel frisch geerntet
  • Rucola (eine Reihe)  – da habe ich noch Samenpäckchen gefunden, mal sehen, ob die noch keimen
  • Asiatische Salate (je eine Reihe) - ‚Mustard Red Giant‘ und ‚Misome‘, auch dazu gab es noch Saatbänder in der Samenkiste. 
  • Physalis – zwei Pflanzen werden hinten am Zaun als Spalier gezogen.

Das könnte zwar etwas eng werden, wenn alles keimt, aber da das Saatgut teilweise älter ist, könnten einzelne Reihen auch komplett leer bleiben, dann muss ich mir eben noch was anderes einfallen lassen. Vielleicht mal Kartoffeln, mehr Bohnen, …

Das Gemüsebeet wird bepflanzt: links hinten der Liebstöckel, die Reihe Erdbeeren und die Reihe Staudensellerie sind schon gepflanzt. 
Hilfreiche Links zum Thema:
Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau
Giftzwerg.ch