Vom Gärtnern in einem schattigen Garten

Mittwoch, 27. Juli 2016

Rosa

Weder ist rosa meine Lieblingsfarbe, noch verfolgen wir ein Konzept eines Farbgartens mit abgestimmten Blütenfarben. Es darf wachsen was gefällt und vor allem was sich wohl fühlt. Ich habe schon mehrfach festgestellt, dass Pflanzen mit Blüten in den Farbtönen rosa – pink – violett – mauve (malve) und wie sie alle heißen sich eher im Halbschatten wohlfühlen, als Pflanzen mit Blüten in gelb –orange – rot. Und so sind auch derzeit die meisten Blüten eben rosa, pink, violett, mauve.

Die Herbstanemonenen breiten sich zunehmend aus

Clematis

Fuchsie in rosa und violett

Fucshie Wilson Pearls in rosa und pink

Fuchsie Major Heaphy mit Blüten in rosa und rot

Nochmals die Herbstanameonen

Hortensien in pink

Hortensien in violett, seit Jahren im Hinterhofgarten

Ein Tellerhortensien Steckling

Der Phlox beginnt zu blühen

Auch die Kräuter machen mit: Oreganoblüte


Montag, 11. Juli 2016

Hirschkäfer oder Balkenschröter?

Gestern habe ich im Garten diesen schwarzen Riesen entdeckt:


Für einen Käfer ungewöhnlich groß, sicher 30 mm lang, dazu das kleine Geweih. Im ersten Augenblick dachte ich an einen kleinen Hirschkäfer. Dann habe ich mal etwas recherchiert, ich denke es ist ein Balkenschröter-Männchen, wie der Hirschkäfer aus der Familie der Schröter - die heißen wirklich so. Er ist kleiner als der Hirschkäfer, typisch sind die Punkte auf der Flügeldecke, auch bei den Balkenschrötern haben nur die Männchen das "Geweih".

Freitag, 15. April 2016

Austrieb Feige

Um den 11. April ist dieses Jahr erstes Grün bei unserer ausgepflanzten Feige zu sehen. 2015 habe ich den Austrieb leider nicht festgehalten, 2014 begann der Austrieb schon Ende März, nach einem sehr kalten Winter 2012 war der Austrieb sogar erst im ersten Drittel des Mais, 2011 habe ich ebenfalls den 11.April für den Austrieb festgehalten.

Mittwoch, 6. April 2016

Frühjahr!


Das erste Aprilwochenende brachte fast schon Frühsommerliche Temperaturen über 20°C und den Pflanzen kann  man fast beim Wachsen zusehen. Wo gestern noch ein grüner Spross war, zeigt sich heute erste Farbe; Knospen die gestern noch verschlossen waren, blühen heute. Zeit auch die Pflanzen aus dem Winterquartier zu holen. In den vergangenen Jahren haben wir das meist in mehreren Etappen zwischen Mitte März und Anfang Mai gemacht, dieses Jahr sind alle Pflanzen auf einmal an die frische Luft gekommen, wir hoffen darauf, dass es keinen starken Frost mehr gibt.

Es gibt einen Neuzugang im Hinterhofgarten: eine rote Christrose (Helleborus), ein Ableger von Freunden.

Rote Christrose

Blüte rote Christrose

Montag, 14. März 2016

Kurze Zusammenfassung der letzten Wochen

Leider bin ich in letzter Zeit nicht zum Schreiben gekommen, dieser Beitrag ist auch eher eine Notiz für mein Gartentagebuch - dies ist ja auch ein Hauptzweck des Hinterhofgarten-Blogs.

Der März ist recht kalt mit regelmäßigen Nachtfrösten, nachdem die Wintermonate davor recht mild waren. Das Reisig ist entfernt und das Frühjahr kann kommen.

Die Krokuse haben dieses Jahr Anfang Februar geblüht und trotz dem frühen Osterfest, sind die Narzissen auch schon da; in manchen Jahren ist zu Ostern nichts zu sehen von den Narzissenblüten.

Am vergangenen Wochenende habe ich Feige und Kiwi zurückgeschnitten. Der Schnitt beim Kiwistrauch war recht stark, die Pflanze ist sehr starkwüchsig und ohne regelmäßigen Schnitt im Winter und Sommer würde sie wohl schnell einen Großteil unseres kleinen Gartens überwuchern.

Mittwoch, 18. November 2015

Gartentipp aus dem Hinterhofgarten

Wie vor kurzem berichtet, wurde von mir im vergangenen Frühjahr ein Beitrag im Rahmen einer Serie von Gartentipps in der Wochenendausgabe der Stuttgarter Nachrichten veröffentlicht. Dies war das abgelieferte Manuskript:

"Aus einem grauen schattigen Hinterhof zwischen Stadthäusern ein grünes und blühendes Paradies zu machen, ist sicher nicht die einfachste gärtnerische Aufgabe, aber mit etwas Experimentierfreude, Mut zu Misserfolgen und vor allem Zeit lässt sich einiges erreichen. In unserem nur wenig von direkten Sonnenstrahlen verwöhnten Hinterhof sorgen Ende des Winters Schneeglöckchen und Krokusse, dann Primeln, Narzissen und Hyazinthen für die ersten Farbkleckse. Mitten im Frühjahr folgen Vergissmeinnicht, Akeleien, Tränendes Herz und Rhododendron. Und schließlich den ganzen Sommer über bis zum ersten Frost sorgen Hortensien und Fuchsien für Farbe.

Auch die Küche lässt sich bereichern: viele Kräuter mögen den Halbschatten, Chilis werden auch mit wenig Sonne scharf und ein Zitronenbäumchen liefert so oder so saure Früchte, das Zitronenbäumchen benötigt freilich einen frostfreien Raum im Haus zum Überwintern.

Letztendlich darf auch die dritte Dimension nicht vergessen werden. Eine Kletterpflanze an der Hauswand oder ein kleines Bäumchen, das zwei, drei oder vier Meter hoch wachsen darf, bekommt in der Höhe vielleicht auch mehr direkte Sonne, sicher wird es deutlich mehr Licht geben, als am Boden. Bei uns blühen und duften in der Höhe Flieder, Kletterhortensie und Clematis. Auch hier gibt es wieder etwas Essbares: geerntet werden Feigen, Äpfel und Kiwis.

So ein begrünter Hinterhof mit einem Sitzplatz ausgestattet, wird quasi zu einem grünen Zimmer, das die Lebensqualität verbessert und nebenbei auch ökologisch wertvoll sein kann. "

Wintervorbereitungen

Der Herbst zeigt sich nach wie vor von der milden Seite, aber für die kommenden Tage sind deutlich geringere Temperaturen mit Frost angekündigt. Nun ist es also Zeit unsere frostempfindlichen Kübelpflanzen ins Haus zu bringen, was wir am Wochenende auch getan haben.

Außerdem habe ich die Kiwis geerntet, die Früchte vertragen keinen Frost, sie reifen nun im Haus nach bis sie in ein paar Wochen genußreif sind.